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Wien – Mordverdächtiger nach Auslieferung festgenommen

11.04.2026 | 07:18

Redaktion Polizeiticker Österreich

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Wien – Mordverdächtiger nach Auslieferung festgenommen

(Symbolbild) (Bildquelle: BMI/Gerd Pachauer)

Am Mittwoch, 8. April 2026, wurde ein wegen Mordes gesuchter 34-Jähriger nach Wien ausgeliefert und festgenommen. Er soll im November 2025 in Wien-Ottakring einen Mann erschossen und einen weiteren schwer verletzt haben.

Durch die enge Zusammenarbeit der Verbindungsbeamten des Bundesministeriums für Inneres (BMI) in Istanbul und Ankara, der Dokumentenberater des BMI und des Landeskriminalamts Wien mit der türkischen Migrationsbehörde PMM konnte am 8. April 2026 ein wegen Mordes und versuchten Mordes gesuchter österreichischer Staatsbürger nach Wien ausgeliefert und festgenommen werden.

Zum Vorfall in Ottakring

Auslöser für die Ermittlungen und die schließliche Ausforschung des 34-jährigen Mordverdächtigen im Ausland war ein Vorfall in einem Restaurant in Wien-Ottakring, der sich am 6. November 2025 ereignet hatte. An diesem Abend schoss der Mann im Zuge eines Streites mit einer Faustfeuerwaffe mehrmals auf zwei Kontrahenten, wobei eine Person getötet und eine weitere schwer verletzt worden war. Anschließend flüchteten der Schütze sowie sein Begleiter (35). Während sich der 35-jährige Mittäter tags darauf der Polizei stellte, war der namentlich bekannte Schütze untergetaucht.
Es folgten monatelange, akribische Ermittlungen des Landeskriminalamtes Wien, die die Ermittler schließlich in die Türkei führten. Durch die bewährte Zusammenarbeit mit den örtlichen Verbindungsbeamten des BMI konnte der Aufenthaltsort des 34-Jährigen ausgemittelt werden. Türkische Sicherheitskräfte vollzogen letztlich die Festnahme des Mordverdächtigen am Flughafen in Istanbul am 31. Jänner 2026. Vor wenigen Tagen, am 8. April 2026, wurde der Tatverdächtige nach Österreich überstellt und an Bedienstete des Landeskriminalamts Wien übergeben.

Verbindungsbeamte und Dokumentenexperten – Augen und Ohren des BMI im Ausland

Seit über zwanzig Jahren fördert das BMI den Einsatz von Verbindungsbeamtinnen und Verbindungsbeamten im Ausland und unterstreicht dadurch den hohen Mehrwert, den die internationale Arbeit für die Sicherheit Österreichs erbringt. Die Verbindungsbeamtinnen und -beamte des BMI haben sich dabei in den vergangenen Jahren von ursprünglichen Polizeiattachés zu Generalistinnen und Generalisten entwickelt, die als Bindeglied zwischen österreichischen und ausländischen Sicherheits- und Partnerbehörden vielfältig im Einsatz sind. Derzeit übermitteln 23 Verbindungsbeamte und sieben Verbindungsbeamtinnen von vier Kontinenten der Erde fundierte Einschätzungen sicherheitspolitisch relevanter Entwicklungen nach Österreich.
Die Dokumentenberaterinnen und -berater bilden den ersten Filter bei der Bekämpfung illegaler Migration. Durch den Einsatz der Dokumentenberaterinnen und -berater in Drittstaaten wird die Grenzüberwachung und Grenzkontrolle der Schengen-Staaten wesentlich unterstützt. Passagiere, die illegal in einen der Schengen-Staaten zu reisen versuchen, können bereits im Drittstaat überprüft und an der Einreise gehindert werden.
Dabei soll frühzeitig verhindert werden, dass die illegalen Immigranten Österreich bzw. die EU erreichen und im gesamten europäischen Raum untertauchen und somit nur mit wesentlich höherem Aufwand und geringeren Erfolgschancen aufgegriffen werden können. Derzeit sind zehn österreichische Dokumentenberaterinnen und -berater im Ausland im Einsatz.
Quelle der Polizeinachricht: LPD Wien

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