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Wien – Festnahmen nach Ermittlungen wegen Millionenbetrugs

Redaktion Polizeiticker Österreich

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Ein Polizist hält die mit Handschellen gefesselten Hände einer Person. Auf der Uniform des Polizisten ist ein Wappen zu erkennen.
(Symbolbild) (Bildquelle: Polizei Wien)

Die Wiener Polizei hat vier Tatverdächtige ausgeforscht, die im Verdacht stehen, Gläubiger durch Firmeninsolvenzen geschädigt und Kunden bei Thermen- und Heizungsarbeiten betrogen zu haben. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 1,2 Millionen Euro.

Im Zuge umfangreicher Ermittlungen der Wirtschaftskriminalitätsermittler des Landeskriminalamts Wien, Gruppe Rottenschlager, wurden vier Tatverdächtige ausgeforscht. Sie stehen im Verdacht, im Zusammenhang mit mehreren Installationstechnikunternehmen seit 2022 Vermögenswerte beiseitegeschafft und dadurch Gläubiger in Insolvenzverfahren geschädigt zu haben.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand sollen die teils miteinander verwandten Tatverdächtigen größere Geldbeträge behoben, ins In- und Ausland überwiesen oder keinem nachvollziehbaren unternehmerischen Zweck zugeführt haben.
Nach Insolvenzen einzelner Unternehmen sollen jeweils neue Firmen gegründet und Vermögensbestandteile, darunter auch Fahrzeuge, dorthin verschoben worden sein. Vier Fahrzeuge im Gesamtwert von rund 93.000 Euro konnten sichergestellt werden.
In einem weiteren Insolvenzverfahren besteht der Verdacht, dass bis Mai 2026 zumindest 650.000 Euro durch Barbehebungen und Auslandsüberweisungen beiseitegeschafft wurden. Derzeit sind mehr als 30 geschädigte Gläubiger sowie mehrere mutmaßliche Betrugsopfer bekannt. Die derzeit bekannte Gesamtschadenssumme beläuft sich auf rund 1,2 Millionen Euro.
Darüber hinaus besteht der Verdacht des schweren gewerbsmäßigen Betrugs. Bei Wartungsterminen von Thermen und Gasheizungen sollen Kunden defekte Geräte, notwendige Reparaturen sowie Gefahren durch mögliche Gasaustritte vorgetäuscht worden sein. Dadurch soll der Austausch von Heizgeräten veranlasst und im Voraus bezahlt worden sein. In mehreren Fällen sollen Arbeiten nicht, nicht fachgerecht oder mit alten Geräten durchgeführt sowie weitere angebliche Schäden verrechnet worden sein.
Aufgrund der Ermittlungsergebnisse wurden von der Staatsanwaltschaft Wien eine Festnahmeanordnung sowie Hausdurchsuchungen und Sicherstellungen angeordnet. Da der Hauptverdächtige, ein 31-Jähriger (Stbg.: Österreich), an seiner Meldeadresse offenbar nur zum Schein gemeldet war, wurde dessen tatsächlicher Aufenthaltsort durch akribische Ermittlungen ausgeforscht. Am 19. Juni 2026 wurden die Festnahmeanordnung sowie zwei Hausdurchsuchungen in Wien vollzogen.
Der 31-Jährige verweigerte die Aussage und wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien in eine Justizanstalt eingeliefert. Die weiteren Ermittlungen laufen.
Weitere mögliche Geschädigte im Zusammenhang mit mutmaßlich betrügerischen Wartungsarbeiten von Thermen und Gasheizungen können sich mit dem Landeskriminalamt Wien unter 01-31310-33800 in Verbindung setzen.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Wien - Presse

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