Einbruchswerkzeug und Trümmer (Bildquelle: LPD Wien)
Klopfgeräusche in einem Mehrparteienhaus führten in der Nacht zu einem Polizeieinsatz in der Wiener Innenstadt. Zwei mutmassliche Einbrecher wurden beim Fluchtversuch aus einer Eisdiele festgenommen.
Klopfgeräusche machten einen Hausbewohner eines Mehrparteienhauses in stutzig und ließen ihn einen Einbruch vermuten, weshalb er den Polizeinotruf verständigte. Zahlreiche Polizeikräfte des Stadtpolizeikommandos Innere Stadt sowie der Bereitschaftseinheit Wien rückten an, einige sicherten das Gebäude von außen, die anderen durchsuchten dieses.
In dem Gebäude b finden sich drei nebeneinanderliegende Geschäfte: ein Eisgeschäft, eine Putzerei sowie ein Optiker. Plötzlich zwängten sich zwei Männer durch einen verglasten Seitenteil der Eingangstür des Eisgeschäfts und versuchten zu flüchten.
Dabei liefen sie Polizisten der Bereitschaftseinheit Wien, die den Bereich vor dem Gebäude sicherten, direkt in die Arme. Die beiden Männer, ein 27-jähriger bosnischer und ein 42-jähriger bulgarischer Staatsangehöriger, wurden unter Anwen- dung von Körperkraft festgenommen. Im Inneren des Eisgeschäfts stellten die Beamten Einbruchswerkzeug sicher.

Die Täter wollten sich durch eine Mauer Zugang verschaffen (Bildquelle: LPD Wien)
Zudem wurde festgestellt, dass die Tatverdächtigen offenbar versucht hatten, eine Mauer zur angrenzenden Putzerei zu durchbrechen. Bereits am 10.01.2026 war es in der Putzerei zu einem Einbruch gekommen, bei dem Teile der Wand herausgebrochen worden waren, allerdings zu dem Optiker. Damals konnten die Täter unerkannt flüchten.
Das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Zentrum/Ost, übernahm die wei- teren Ermittlungen. Aufgrund der vorgefundenen Spuren wird angenommen, dass die beiden Tatverdächtigen auch für den Einbruch am 10.01.2026 verantwortlich sind und grundsätzlich das Ziel hatten, in das Geschäft des Optikers einzubrechen, wo sie sich hochpreisige Beute erwarteten.
Die Beschuldigten verweigerten die Aussage. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurden sie in Justizanstalten gebracht. Weitere Ermittlungen sind im Gange.