Das Landeskriminalamt Wien hat einen mutmaßlichen Drogenhändler festgenommen, dem umfangreicher Kokain-, Speed- und Cannabishandel vorgeworfen wird. Der 30-Jährige soll Teil einer international agierenden Tätergruppe aus dem Westbalkan sein.
Nach einer langen und intensiven Ermittlungsarbeit ist es Beamten des Landeskriminalamtes Wien, Außenstelle Zentrum Ost, Ermittlungsbereich Suchtmittel, gelungen einen 30-jährigen (StA.: Bosnien und Herzegowina) Tatverdächtigen auszuforschen.
Der Mann steht im Verdacht, Suchmittel im höheren Kilogrammbereich verkauft zu haben und im Rahmen einer kriminellen Vereinigung tätig gewesen zu sein. Weiters soll er einer organisierten Tätergruppe aus dem Westbalkan angehören. Diese verwenden verschlüsselte Krypro-Mobiltelefone, um ihren Suchtmittelhandel sowie Geldwäsche über die nationalen Grenzen hinaus zu organisieren.
Dem 30-Jährigen konnten:
- der Verkauf von 1450 Gramm Kokain
- der Besitz von 42 Kilogramm Kokain
- das Anbieten von einem Kilogramm Kokain
- das Anbieten von 10 Kilogramm Speed
- der Besitz von 15 Kilogramm Cannabiskraut
- der Verkauf von 3450 Gramm Cannabiskraut
- die Übergabe von € 96.650, - an derzeit Unbekannte
- die Übernahme von € 430.000, - Bargeld von einem Abnehmer
nachgewiesen werden. Durch die Staatsanwaltschaft Wien wurde eine internationale Festnahmeanordnung erteilt. Der Tatverdächtige wurde in Ungarn festgenommen und Anfang Mai 2026 nach Österreich gebracht und an die Kriminalbeamten der Landeskriminalamtes Wien übergeben. Er verweigerte seine Aussage und wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien in eine Justizanstalt gebracht.
Bereits im Jahr 2024 wurde ein damals 37-jähriger österreichischer Staatsbürger aufgrund des Verkaufs von 55 Kilogramm Kokain für rund zwei Millionen Euro aufgrund eines internationalen Haftbefehls in Barcelona festgenommen.
Dem voraus ging unter anderem die akribische Ermittlungsarbeit des Kriminalbeamten der Außenstelle Zentrum Ost. Es stellte sich heraus, dass der Mann ebenso zur oben erwähnten Tätergruppe zählt.
Im Zuge der Ermittlungen ergab sich ein Tatzusammenhang zwischen dem 30-Jährigen und dem 37-Jährigen. Der bosnische Staatsangehörige soll bereits vor einiger Zeit Bargelderlöse von dem österreichischen Tatverdächtigen, noch vor dessen Festnahme im Jahr 2024, übernommen haben. Durch die Beamten laufen derzeit weitere Ermittlungen gegen einige Mittäter.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Wien - Presse