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Mehrere Tote bei Lawinenabgängen in Tirol und Vorarlberg

22.02.2026 | 16:36

Redaktion Polizeiticker Österreich

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Mehrere Tote bei Lawinenabgängen in Tirol und Vorarlberg

(Symbolbild) (Bildquelle: Hans (CC0))

Mehrere Lawinenunfälle in Österreich forderten innerhalb weniger Tage mehrere Todesopfer, vor allem in Tirol und Vorarlberg. Wintersportler wurden abseits gesicherter Pisten verschüttet. Ursache war eine äußerst instabile Schneelage nach starken Schneefällen.

Serie von Lawinenunfällen in Österreich fordert mehrere Todesopfer

Mehrere Lawinenabgänge in den österreichischen Alpen haben innerhalb weniger Tage zahlreiche Rettungseinsätze ausgelöst und mehrere Menschenleben gefordert. Besonders betroffen waren Tirol und Vorarlberg, wo nach starken Schneefällen und stürmischem Wind eine äußerst instabile Schneedecke entstand. Die meisten Unglücke ereigneten sich abseits gesicherter Pisten.

St. Anton am Arlberg: Mehrere Freerider verschüttet

Im Gebiet rund um St. Anton am Arlberg löste sich eine große Lawine im freien Skiraum und erfasste eine Gruppe von Wintersportlern. Insgesamt fünf Personen wurden von den Schneemassen mitgerissen. Drei Menschen kamen ums Leben, mehrere weitere wurden verletzt. Zahlreiche Einsatzkräfte sowie Hubschrauber standen im Einsatz, um die Verschütteten zu bergen.

Nauders: Vater stirbt, Sohn überlebt

Im Skigebiet Bergkastel bei Nauders wurde ein deutscher Skifahrer gemeinsam mit seinem Sohn von einer Lawine erfasst. Der 42-jährige Vater kam dabei ums Leben, während sein 16-jähriger Sohn verletzt überlebte und die Rettungskräfte verständigen konnte. Die beiden waren im freien Gelände unterwegs.

Sonnenkopf/Klösterle: Tödliche Lawinenserie in Vorarlberg

Auch im Bereich Sonnenkopf nahe Klösterle kam es zu mehreren Lawinenabgängen innerhalb kurzer Zeit. Ein 39-jähriger Snowboarder aus der Schweiz wurde vollständig verschüttet und konnte nur noch tot geborgen werden. Die Region stand zu diesem Zeitpunkt unter hoher Lawinenwarnstufe.

Fiss: Skifahrer ohne Notfallausrüstung stirbt

Im Tiroler Skiort Fiss gerieten drei Wintersportler in eine Lawine auf einer gesperrten Route. Ein 71-jähriger Niederländer kam ums Leben. Seine Begleiter überlebten. Laut Einsatzkräften trug das Opfer kein Lawinen-Suchgerät, was die Rettung erheblich erschwerte.

Weitere Unglücke in Tirol und der Steiermark

Zusätzliche Lawinenunfälle ereigneten sich in mehreren alpinen Regionen Österreichs. Dabei starb unter anderem ein 21-jähriger slowakischer Skifahrer nach einem Schneebrettabgang. Ein weiterer österreichischer Wintersportler erlag später seinen Verletzungen. Die Serie einzelner Unglücke erhöhte die Zahl der Todesopfer innerhalb weniger Tage deutlich.

Lawine trifft Bus – glimpflicher Ausgang

Im Tiroler Ort Bach wurde zudem ein Bus mit mehreren Insassen von einer Lawine von der Straße gedrückt. Alle elf Personen blieben unverletzt, dennoch zeigte der Vorfall die angespannte Lawinensituation in den Alpen.

Gefährliche Schneelage als gemeinsame Ursache

Experten führen die Unglücksserie auf große Neuschneemengen, starken Wind und schlecht verbundene Schneeschichten zurück. In Teilen der Alpen galt zeitweise Lawinenwarnstufe vier von fünf. Behörden warnten eindringlich davor, gesicherte Pisten zu verlassen.
Innerhalb einer Woche wurden österreichweit hunderte Lawinen registriert, während Rettungsorganisationen nahezu durchgehend im Einsatz standen.
Quelle der Polizeinachricht: LPD Tirol / LPD Vorarlberg

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