Weißkirchen in Steiermark – Brand durch mangelhafte Kaminabdeckung
Redaktion Polizeiticker Österreich
In Weißkirchen in der Steiermark hat eine unsachgemäße Kaminabdeckung einen Wohnhausbrand ausgelöst. Eine 29-jährige Mutter flüchtete mit ihrem neun Monate alten Sohn durch das verrauchte Treppenhaus, während ihr Lebensgefährte das Feuer mit sieben Feuerlöschern bekämpfte.
Ein Brand in einem Wohnhaus im Ortsteil Kathal in Weißkirchen in der Steiermark hat am Freitagabend, 30. Oktober 2026, eine Familie in Gefahr gebracht.
Eine 29-jährige Frau musste mit ihrem neun Monate alten Sohn aus dem verrauchten Gebäude flüchten. Ihr 34-jähriger Lebensgefährte konnte das Feuer noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr löschen.
Nach den Ermittlungen der Polizei wurde der Brand durch eine unsachgemäß verschlossene Kaminöffnung ausgelöst.
Stromausfall führt zur Entdeckung des Feuers
Kurz vor 20 Uhr fiel in dem zweistöckigen Wohnhaus der Strom aus.
Der 34-jährige Bewohner, der nebenberuflich einen landwirtschaftlichen Betrieb führt, unterbrach daraufhin seine Arbeiten im Stall und ging ins Haus, um nach der Ursache zu sehen.
Dabei entdeckte er im Wohnzimmer im ersten Obergeschoss einen Brand.
Seine 29-jährige Lebensgefährtin hielt sich zu diesem Zeitpunkt mit dem gemeinsamen neun Monate alten Sohn im Wohnbereich des zweiten Obergeschosses auf.
Mutter flüchtet mit Baby durch verrauchten Treppenbereich
Als die Frau auf das Feuer aufmerksam wurde, begab sie sich zunächst mit ihrem Kind auf den Balkon.
Auf Anweisung ihres Lebensgefährten verließ sie anschließend mit dem Baby das Gebäude. Dazu musste sie das bereits verrauchte Treppenhaus durchqueren.
Während Mutter und Kind ins Freie flüchteten, begann der 34-Jährige mit der Brandbekämpfung.
Er setzte insgesamt sieben Handfeuerlöscher ein und schaffte es damit, die Flammen unter Kontrolle zu bringen.
Als die Feuerwehr Weißkirchen mit drei Fahrzeugen und zwölf Einsatzkräften eintraf, war der Brand bereits gelöscht.
Alte Pressholzplatte am Kamin löste Feuer aus
Bei der Untersuchung der Brandursache stellten die Ermittler fest, dass eine Kaminöffnung im ersten Obergeschoss offenbar bereits vor mehreren Jahren lediglich mit einer Pressholzplatte verschlossen worden war.
Im Laufe der Zeit hatte sich das Material abgenutzt. Dadurch konnte heiße Abluft aus dem Kamin die Platte entzünden. Anschließend griffen die Flammen auf Kinderspielzeug über, das vor dem Kamin gelagert war.
Durch die starke Hitze wurde das Wohnzimmer beschädigt. Zudem verteilte sich Ruß im gesamten Wohnhaus.
Drei Familienmitglieder vorsorglich im Krankenhaus
Die 29-jährige Mutter und ihr neun Monate alter Sohn wurden zur medizinischen Abklärung in das Landeskrankenhaus Hochsteiermark am Standort Leoben gebracht.
Der 34-jährige Familienvater begab sich selbstständig zur Untersuchung in das Landeskrankenhaus Murtal am Standort Knittelfeld.
Ob die drei Familienmitglieder Verletzungen erlitten hatten, geht aus der Polizeimeldung nicht hervor.
Die Höhe des entstandenen Sachschadens war zunächst nicht bekannt.
Quelle der Polizeinachricht: LPD Steiermark