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Tag des Notrufs 144 – Schnelle Hilfe zählt

14.04.2026 | 07:51

Redaktion Polizeiticker Österreich

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Tag des Notrufs 144 – Schnelle Hilfe zählt

(Symbolbild) (Bildquelle: Pixabay)

Heute, am 14. April ist Tag des Notrufs. Hunderttausende Einsätze jährlich zeigen die zentrale Rolle für schnelle Hilfe bei medizinischen Notfällen.

Seit Jahrzehnten ist die Notrufnummer 144 in Österreich die zentrale Anlaufstelle für medizinische Notfälle. Die Dimension zeigt sich in aktuellen Zahlen: Allein in Wien wurden im Jahr 2025 beim Roten Kreuz rund 143.000 Einsätze durchgeführt, darunter über 65.000 akute Notfälle.
Zusätzlich zeigt ein Blick in die Leitstellen: In der Wiener Rettungsleitstelle gehen täglich über 1.100 Notrufe ein, was hochgerechnet mehrere hunderttausend Kontakte pro Jahr bedeutet.
Spitzenzeiten liegen vor allem am Abend, in der Nacht sowie an Wochenenden. In diesen Phasen sind die Einsatzkräfte besonders gefordert.
Am heutigen Tag des Notrufs wird auf die Bedeutung der Nummer aufmerksam gemacht: Disponentinnen und Disponenten koordinieren Einsätze und geben oft bereits am Telefon lebensrettende Anweisungen.
Wichtig bleibt ein strukturierter Notruf: Die fünf W-Fragen helfen, die Situation rasch einzuschätzen. Fehlanrufe können wertvolle Ressourcen binden – und im Ernstfall Leben gefährden.

Erste Hilfe am Telefon – So handeln Sie richtig

  • Ruhe bewahren: Tief durchatmen, klar sprechen.
  • 144 wählen: Notruf absetzen – nicht selbst auflegen!
  • 5 W-Fragen beantworten:
  • Wo ist der Notfall?
  • Was ist passiert?
  • Wie viele Betroffene?
  • Welche Verletzungen/Symptome?
  • Warten auf Rückfragen!

Was ist zu tun?

  • Anweisungen folgen: Die Leitstelle gibt sofort Hilfe – z. B. zur Wiederbelebung.
  • Bei Bewusstlosigkeit: Atmung prüfen, stabile Seitenlage.
  • Keine Atmung: Sofort mit Herzdruckmassage beginnen (100–120/min, kräftig drücken).
  • Vor Ort bleiben: Betroffene nicht allein lassen, bis Hilfe eintrifft.

Wien ist Spitzenreiter bei Notrufen

Die meisten Notrufe über die Nummer 144 gehen in Österreich wenig überraschend in der Bundeshauptstadt Wien ein. Aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte sowie zahlreicher Pendlerinnen, Pendler und Touristen verzeichnet die Wiener Rettungsleitstelle täglich über tausend Anrufe – mehr als in jedem anderen Bundesland.
Ebenfalls sehr stark ausgelastet ist Niederösterreich: Als flächenmäßig größtes Bundesland mit einer zentral organisierten Leitstelle werden hier jährlich mehrere hunderttausend Notrufe abgewickelt. Auch Oberösterreich und die Steiermark zählen aufgrund ihrer Bevölkerungszahl zu den Bundesländern mit hohem Einsatzaufkommen.
In Tirol und Salzburg zeigt sich ein besonderer Effekt: Durch den starken Tourismus kommt es vor allem in der Winter- und Sommersaison zu deutlichen Spitzen bei den Notrufen, etwa durch Ski- oder Bergunfälle.
Kärnten und Vorarlberg liegen im Vergleich im Mittelfeld, während im Burgenland – dem kleinsten Bundesland – auch die geringste Anzahl an Notrufen verzeichnet wird.
Insgesamt zeigt sich: Die Verteilung der Notrufe hängt stark von Bevölkerung, Fläche und Tourismus ab – doch unabhängig vom Bundesland gilt: Im Notfall sorgt die Nummer 144 überall in Österreich für schnelle Hilfe.

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