St. Marein – Jugendliche Täter nach Gewalttaten ausgeforscht
Redaktion Polizeiticker Österreich
Symbolbild (Bildquelle: Adobe Stock)
Die Polizei hat in St. Marein im Mürztal eine Gruppe von neun Jugendlichen ausgeforscht, die für zahlreiche Gewalt- und Sachdelikte verantwortlich sein soll. Die Tatverdächtigen sollen ihre Opfer gezielt über soziale Medien ausgesucht und teils brutal attackiert haben.
Beamte der Polizeiinspektion St. Marein im Mürztal haben eine Gruppe von neun jugendlichen Tatverdächtigen ausgeforscht, die im Dezember 2025 mehrere Gewalt- und Sachdelikte im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag begangen haben sollen.
Bei den Beschuldigten handelt es sich um neun männliche Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren.
Nach bisherigen Erkenntnissen sollen sich die Jugendlichen teils über Messenger-Dienste und soziale Medien verabredet haben, um gezielt Personen zu provozieren, anzugreifen und zu verletzen. Zudem werden ihnen mehrere Sachbeschädigungen vorgeworfen.
Im Zuge der Ermittlungen konnten insgesamt 14 Straftaten geklärt werden:
- 6 schwere Körperverletzungen
- 1 absichtlich schwere Körperverletzung
- 2 Körperverletzungen
- 1 Nötigung
- 3 Sachbeschädigungen
- 1 falsche Beweisaussage vor der Kriminalpolizei
Die ersten Vorfälle ereigneten sich in der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember 2025 vor einem Tanzlokal in St. Marein im Mürztal. Dabei wurden mehrere Personen offenbar grundlos angegriffen und teils schwer verletzt.
Die Täter sollen ihre Opfer mit Fäusten geschlagen und auch auf bereits am Boden liegende Personen eingetreten haben.
Auch an den folgenden Wochenenden kam es laut Polizei zu ähnlichen Angriffen. In der Nacht vom 20. auf den 21. Dezember 2025 wurde ein Opfer vor einem Café in St. Marein schwer verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden.
Die Polizeiinspektion St. Marein im Mürztal leitete unmittelbar nach den Vorfällen umfangreiche Ermittlungen ein. Bereits nach dem letzten Angriff konnten erste Tatverdächtige identifiziert und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Leoben vorläufig festgenommen werden.
Im weiteren Verlauf sicherten die Ermittler Videoaufnahmen aus Lokalen und Mobiltelefonen und vernahmen zahlreiche Zeugen.
Die Ermittlungen dauerten bis April 2026 an. Schließlich konnten alle neun Tatverdächtigen ausgeforscht und die einzelnen Straftaten zugeordnet werden.
Die Jugendlichen zeigten sich laut Polizei bei den Einvernahmen weitgehend geständig. Ein konkretes Motiv für die Angriffe konnte nicht festgestellt werden. Die Opfer seien vielmehr wahllos ausgewählt und ohne erkennbaren Grund attackiert worden.
Nach aktuellem Ermittlungsstand sind die Beschuldigten seitdem nicht mehr wegen ähnlicher Straftaten aufgefallen.