Pusterwald – Bergung der Todesopfer nach Lawinenabgang
Pusterwald – Bergung der Todesopfer nach Lawinenabgang
Redaktion Polizeiticker Österreich
(Symbolbild) (Bildquelle: Franz W. auf Pixabay)
Am Sonntag, 18. Januar 2026, wurden nach dem Lawinenunglück am Schönfeldspitz in Pusterwald alle drei verstorbenen Skitourengeher geborgen. Zwei Männer und eine Frau kamen ums Leben. Die Ermittlungen zur Ursache laufen.
Bereits um 07:00 Uhr befanden sich ca. 7 Alpinisten von der Polizei und 35 Bergretter im Einsatz um die drei verstorbenen Tschechen, welche am Vortag durch ein Lawinenunglück am Schönfeldspitz im Pusterwald verschüttet wurden, zu bergen.
Neben den zahlreichen Einsatzkräften, waren auch zwei Polizeihelikopter (Flugeinsatzstelle Graz und Wien) an der Bergeaktion beteiligt. Unter widrigsten Wetterumständen konnten die Leichen, der drei Personen, am Nachmittag vom Berg verbracht werden.
Unter den Verstorbenen befanden sich zwei Männer (46 und 50 Jahre) und eine Frau (35 Jahre).
Die vier überlebenden Personen, von der siebenköpfigen Schitourengruppe, wurden weiterhin durch ein psychologisch ausgebildetes Kriseninterventionsteam vor Ort betreut und von den erhebenden Polizisten zum Ablauf befragt.
Ebenso wurden polizeiliche Erhebungen vor Ort angestellt, um Rückschlüsse auf die schlussendliche Ursache des Lawinenabgangs ziehen zu können.
Die Ermittlungen dauern derzeit noch an.
Urspüngliche Meldung
Gegen 16:24 Uhr wurde die Alpine Einsatzgruppe Murtal zu einem Lawinenabgang im Gemeindegebiet von Pusterwald gerufen. Ersten Erhebungen zufolge waren sieben tschechische Skitourengeher an dem Lawinenereignis beteiligt.
Drei von ihnen wurden von der Lawine erfasst und vollständig verschüttet. Die Einsatzkräfte konnten die Verschütteten lokalisieren und teilweise ausgraben. Trotz umgehend eingeleiteter Rettungsmaßnahmen konnte jedoch nur mehr der Tod der drei Personen festgestellt werden.
Die vier weiteren Begleiter, welche nicht von der Lawine erfasst worden waren, wurden von den Einsatzkräften aus dem alpinen Gelände gebracht und notfallmedizinisch erstversorgt. Im Einsatz standen 150 Einsatzkräfte der Bergrettung aus dem Bezirk Murtal und Liezen, mehrere Einsatzteams der Lawinen- und Suchhundestaffel der Bergrettung Steiermark, die Alpinpolizei, weitere Polizeikräfte, drei Notarzthubschrauber der ÖAMTC-Flugrettung, Freiwillige Feuerwehren aus dem Bezirk Murtal und Liezen sowie das Kriseninterventionsteam.
Die Bergung der Verstorbenen aus dem alpinen Gelände wird aufgrund der Witterungsverhältnisse am 18. Jänner 2026 durch die Alpinpolizei mit Unterstützung der Bergrettung abgeschlossen. Der genaue Unfallhergang sowie die Identität der verunglückten Skitourengeher sind Gegenstand laufender Ermittlungen.
Quelle der Polizeinachricht: LPD Steiermark