Neustift – Schneeschuhwanderer stirbt bei Lawine im Stubaital
Redaktion Polizeiticker Österreich
Symbolbild Lawine (Bildquelle: Rega-Mediendienst)
Im Pinnistal bei Neustift im Stubaital ist ein Schneeschuhwanderer von einer Lawine erfasst und tödlich verunglückt. Der 59-jährige Mann aus dem Raum Stuttgart wurde rund 700 Meter mitgerissen und vollständig verschüttet. Rettungskräfte konnten ihn nur noch tot bergen.
Am Sonntag, 8. März 2026, gegen 11.30 Uhr, kam es im Bereich Pinnistal – Stubaier Höhenweg im Gemeindegebiet von Neustift im Stubaital (Tirol) zu einem Lawinenabgang.
Ein 59-jähriger Schneeschuhwanderer aus dem Raum Stuttgart war zusammen mit zwei Kollegen auf dem Stubaier Höhenweg unterwegs. Auf einer Seehöhe von rund 2’020 Metern beabsichtigte der Mann, eine etwa 30 Meter breite und rund 35 bis 40 Grad steile Rinne zu überqueren. Dabei löste sich ein Schneebrett, das den Wintersportler mitriss.
Der Mann wurde von den Schneemassen rund 700 Höhenmeter in die Tiefe gerissen und vollständig verschüttet. Seine beiden Begleiter, die die steile Rinne noch nicht überquert hatten, setzten sofort den Notruf ab und alarmierten die Rettungskräfte.
Die Crew des alarmierten Notarzthubschraubers konnte bei einem Überflug das Signal eines Lawinenverschüttetensuchgeräts (LVS) empfangen, das der Verunglückte bei sich trug. Bergretter gruben den Mann aus dem Schnee aus. Der vor Ort befindliche Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod des 59-Jährigen feststellen.
Der Leichnam wurde anschliessend durch den Polizeihubschrauber und die Alpinpolizei geborgen und ins Tal geflogen. Zur Klärung der genauen Todesursache ordnete die Staatsanwaltschaft Innsbruck eine Obduktion an.
Im Einsatz standen der Notarzthubschrauber „Christophorus 1“, der Polizeihubschrauber „Libelle Tirol“, Kräfte der Bergrettung Neustift im Stubaital, ein Lawinenspürhund sowie mehrere Beamte der Alpinpolizei und der zuständigen Polizeiinspektion.