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Linz – Drogenhandel über Darknet und soziale Medien aufgedeckt

Redaktion Polizeiticker Österreich

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Eine Hand hält Handschellen in der Nähe eines Polizeifahrzeugs. Auf dem Fahrzeug ist der Schriftzug 'Polizei' sichtbar.
(Symbolbild) (Bildquelle: LPD Steiermark)

Ein 37-jähriger Linzer und seine 20-jährige Freundin stehen im Verdacht, kiloweise Drogen über das Darknet bestellt und in Linz weiterverkauft zu haben. Die Suchtmittel sollen zuvor sogar in sozialen Medien beworben worden sein. Auch Jugendliche zählten laut Polizei zu den Abnehmern. Der Mann sitzt nun in U-Haft.

Umfangreiche Ermittlungen des Landeskriminalamtes Oberösterreich führten zu einem mutmaßlichen Drogenhandel, der sich über mehrere Jahre erstreckt haben soll.
Im Mittelpunkt steht ein 37-jähriger Linzer. Er soll zwischen 2020 und 2026 große Mengen verschiedener Suchtmittel erworben und weiterverkauft haben. Unter anderem wird ihm vorgeworfen, Drogen im Darknet bestellt und Lieferungen aus dem Ausland entgegengenommen zu haben.
Gemeinsam mit seiner 20-jährigen Freundin soll er zumindest zwischen April und Juni 2026 mehrere größere Drogenbestellungen im Internet getätigt haben. Die Pakete wurden laut bisherigen Ermittlungen an die gemeinsame Adresse in Linz geliefert. Dabei soll es sich unter anderem um mindestens vier Kilogramm Amphetamin, mehr als 1,6 Kilogramm Crystal Meth sowie rund 290 Gramm Ketamin gehandelt haben.

Drogen in sozialen Medien mit Fotos und Videos beworben

Besonders auffällig ist die mutmaßliche Verkaufsstrategie: Die Suchtmittel sollen vor dem Weiterverkauf in sozialen Netzwerken präsentiert worden sein – teilweise sogar mit Fotos und Videos. Den Großteil der Drogen sollen die beiden Beschuldigten anschließend mit Gewinnaufschlag an verschiedene Abnehmer im Stadtgebiet von Linz verkauft haben. Darunter befanden sich laut Polizei auch Jugendliche.
Die Ermittlungen ergaben zudem, dass der 37-Jährige bereits 2025 eine damals 22-jährige Linzerin zum Drogenhandel veranlasst haben soll. Die junge Frau steht im Verdacht, von ihm mehr als 1,45 Kilogramm Crystal Meth, 200 Gramm Speed und rund 100 Gramm Ketamin bezogen zu haben. Einen Teil davon soll sie selbst in Linz weiterverkauft haben.

Kokain, Cannabis und Ecstasy: Ermittlungen reichen bis 2020 zurück

Nach bisherigen Erkenntnissen des Landeskriminalamtes könnte der mutmaßliche Drogenhandel bereits mehrere Jahre zuvor begonnen haben. So soll der 37-Jährige innerhalb von neun Monaten in den Jahren 2020 und 2021 mindestens 7,7 Kilogramm Cannabiskraut, rund 600 Gramm Kokain sowie etwa 200 Ecstasy-Tabletten zum Weiterverkauf erworben haben.
Zum Erwerb von weiteren mindestens 300 Gramm Kokain im Jahr 2022 zeigte er sich laut Polizei geständig. Einen beabsichtigten Weiterverkauf dieser Menge bestritt er jedoch.

Polizei entdeckt Amphetamin im Gefrierfach

Bei einer Hausdurchsuchung in der gemeinsamen Wohnung des 37-Jährigen und seiner Freundin stellten die Ermittler weitere Suchtmittel sicher. Unter anderem fanden sie rund 100 Gramm Amphetamin in einem Gefrierfach, etwa 40 Gramm Ketamin sowie mehrere Ampullen mit Steroiden.
Der 37-Jährige und seine 20-jährige Freundin wurden bereits im Juni 2026 festgenommen. Während der Mann in eine Justizanstalt eingeliefert wurde und sich weiterhin in Untersuchungshaft befindet, wurde seine Freundin nach einem Teilgeständnis auf freiem Fuß angezeigt.
Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes Oberösterreich richteten sich auch gegen weitere mutmaßlich beteiligte Personen.
Quelle der Polizeinachricht: LPD Oberösterreich

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