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Leoben – Pensionist um 100.000 Euro durch Phishing betrogen

27.02.2026 | 08:35

Redaktion Polizeiticker Österreich

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Leoben – Pensionist um 100.000 Euro durch Phishing betrogen

(Symbolbild) (Bildquelle: Polizei)

Ein 70-Jähriger aus dem Bezirk Leoben wurde Opfer eines offensichtlichen Betrugs durch Phishing. Nach Mail und Spoofing-Anruf bestätigte er Überweisungen, wodurch ein Schaden von knapp 100.000 Euro entstand. Die Polizei ermittelt.

Vor wenigen Tagen erhielt der 70-Jährige eine Mail. Dabei wurde der Mann über den angeblichen Ablauf seiner FinanzOnline-Daten informiert. Die Bestätigung eines in der Mail enthaltenen Links führte in der Folge auf eine täuschend echt aussehende Webseite, auf der persönliche Daten wie beispielsweise Kontoinformationen einzugeben waren.
Tatsächlich handelt es sich dabei um eine betrügerische "Phishing-Seite", mit der es Kriminelle auf Kontakt- und Bankdaten ihrer Opfer abgesehen haben.

Der Schein trügt

Nur wenige Tage später wurde der 70-Jährige von einem vermeintlichen Bankmitarbeiter kontaktiert, um angeblich widerrechtliche Zugriffe auf sein Konto zu stornieren. Dabei meldete sich der hochdeutsch sprechende Mann lediglich dem Anschein nach von der tatsächlichen Hotline der Bank.
Vielmehr dürfte es sich dabei um einen sogenannten "Spoofing-Anruf" handeln, bei dem Betrüger ihre eigene Rufnummer verschleiern und die am Handydisplay der Opfer angezeigte Nummer manipulieren.

Mehrere Überweisungen

In einem mehr als eineinhalb Stunden andauernden Gespräch und durch geschickte Gesprächsführung gelang es dem Betrüger schließlich, den 70-Jährigen zur Bestätigung einer Push-Nachricht in der Bank-App zu bewegen.
Wie sich später herausstellte, handelte es sich dabei um die Freigabe eines höheren Überweisungslimits. Durch zwei in der Folge durchgeführte Überweisungen auf unterschiedliche Konten entstand dem Pensionisten ein finanzieller Schaden von knapp 100.000 Euro.

Sofort reagiert

Noch während des Telefonats mit dem bislang unbekannten Betrüger, kontaktierte die Gattin des 70-Jährigen die namentlich bekannte Betreuerin der Bank. Sie wies die Pensionisten in der Folge an, sämtliche Überweisungen sofort zu stoppen und keine Freigaben mehr zu tätigen.
Auch das betroffene Bankkonto wurde sofort gesperrt. In der Folge erstattete der 70-Jährige Anzeige bei der Polizei. Der Kriminaldienst des Bezirks- und Stadtpolizeikommandos Leoben ermittelt nun gegen vorerst unbekannte Täter.

Warnung vor Betrug

Die Polizei warnt unterdessen vor derartigen Betrugsmaschen, die in unterschiedlicher Art und Weise über ziellos und massenhaft versendete SMS- oder Mail-Nachrichten in Umlauf gebracht werden. Dabei wird stets vor einem angeblichen Ablauf der Registrierung für "FinanzOnline" gewarnt.
Das Finanzministerium betont, dass es niemals Nachrichten mit Links zur Übermittlung von persönlichen Daten wie Passwörtern oder Kontoinformationen versendet. Folgen Sie daher keinesfalls den Anweisungen solcher Nachrichten und klicken Sie auf keine Links oder Dateien. Geben Sie keine persönlichen Daten preis und löschen Sie derartige Nachrichten sofort. Insbesondere im Fall eines finanziellen Schadens erstatten Sie Anzeige bei der nächsten Polizeiinspektion.
Quelle der Polizeinachricht: LPD Steiermark

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