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Klösterle – Lawine vermutlich durch Skifahrer ausgelöst

02.02.2026 | 06:56

Redaktion Polizeiticker Österreich

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Klösterle – Lawine vermutlich durch Skifahrer ausgelöst

(Symbolbild) (Bildquelle: Hans (CC0))

Am Samstag, 31. Jänner 2026, kam es im Gebiet Maroiköpfe bei Klösterle zu einem Lawinenabgang. Mehrere Personen wurden teils schwer verletzt. Die Polizei vermutet eine Auslösung durch Skifahrer und bittet um Hinweise zu zwei unbekannten Wintersportlern.

Im Zuge der Erhebungen zum gestrigen Lawinenabgang im Klösterle/Maroiköpfe, bei den mehrere Personen teils schwer verletzt wurden, konnten zwei Abfahrtsspuren oberhalb des Anrisses der Lawine festgestellt werden, wobei ein Schifahrer knapp im Bereich der dortigen Wechte abschwang.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Lawine durch das Abschwingen der Schifahrer ausgelöst wurde. Die beiden Schifahrer fuhren in Folge nicht weiter ab, sondern stiegen ca. 150 Meter wieder in Richtung Maroiköpfe auf.

Zeugenaufruf

Die Polizei ersucht allfällige Zeugen, die Wahrnehmungen in Bezug auf die beiden Skifahrer gemacht haben, sowie die beiden bislang unbekannten Skifahrer selbst, sich bei der Polizeiinspektion Klösterle zu melden – TelNr. 059133 8104-100.

Ursprüngliche Meldung

Am Samstag (31. Jänner 2026) gegen 13 Uhr brach eine fünfköpfige Skitouren-Gruppe zu einer Skitour auf die Maroiköpfe in Klösterle auf. Die Tour fand im Rahmen eines Skitouren- und Lawinen-Aufbaukurses statt. Die Gruppe war mit LVS-Geräten, Schaufeln und Sonden ausgerüstet.
Zu diesem Zeitpunkt herrschte in diesem Bereich Lawinenwarnstufe 3. Die Gruppenmitglieder hielten zueinander ca. 40 m Sicherheitsabstand ein. Nach kurzem Aufstieg in der bereits vorhandenen Aufstiegsspur löste sich etwa 80 m oberhalb der Gruppe aus bislang unbekannter Ursache ein Schneebrett.
Eine 33-jährige Alpinistin und der 70-jährige Tourenführer wurden von dem Schneebrett erfasst, über felsdurchsetztes Gelände mitgerissen und komplett verschüttet. Eine 37-jährige Tourengeherin wurde im Randbereich des Schneebrettes erfasst und teilweise verschüttet.
Ein Notruf wurde abgesetzt und mit der Suche nach den Verschütteten begonnen. Die beiden konnten von nachfolgenden Tourengehern mittels LVS-Geräten geortet und in wenigen Minuten ausgegraben werden. Beide waren ansprechbar und wurden von den Besatzungen der Notarzthubschrauber Christopherus 8 und Gallus 2 versorgt. Der schwer verletzte Tourenführer wurde ins LKH Feldkirch geflogen. Die leicht verletzte 33-Jährige wurde ins KH Dornbirn verbracht.
Die teilweise verschüttete Tourengeherin wurde ebenfalls leicht verletzt und begab sich selbst in ärztliche Behandlung.Von der Staatsanwaltschaft Feldkirch wurde zur Klärung der Unfallumstände die Beiziehung eines Sachverständigen angeordnet. Nach dem Abschluss der Erhebungen wird ein Abschlussbericht an die Staatsanwaltschaft erstattet werden.

Eingesetzte Kräfte:

  • Bergrettung Klösterle und Dalaas-Braz mit gesamt 16 Einsätzkräften
  • Alpinpolizei mit fünf Einsatzkräfen
  • NAH Christophorus 8 und Gallus 2
  • BMI HS Libelle mit einem Lawinensuchhund.
Quelle der Polizeinachricht: LPD Vorarlberg

Kategorien:

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