Bei einem verheerenden Brand in Kalsdorf bei Graz (Bezirk Graz-Umgebung) in einem Einfamilienhaus ist am Freitagnachmittag, 30. Jänner 2026, eine Frau ums Leben gekommen. Ein 84-jähriger Mann konnte von Nachbarn gerettet werden und wurde schwer verletzt ins Krankenhaus geflogen.
Brand bricht am Nachmittag aus
Gegen 14.50 Uhr brach aus bislang unbekannter Ursache in dem Einfamilienhaus eines Ehepaares ein Brand aus. Mehrere Notrufe gingen nahezu zeitgleich bei den Einsatzkräften ein, weshalb umgehend zusätzliche Feuerwehren nachalarmiert wurden.
Für eine weibliche Bewohnerin kam jede Hilfe zu spät. (Bildquelle: Feuerwehr Kalsberg)
Nachbarn und Passanten gelang es, den 84-jährigen Hausbewohner aus dem Gebäude zu retten. Er wurde notärztlich erstversorgt und mit dem
Notarzthubschrauber mit Verdacht auf
Rauchgasvergiftung in das LKH Graz geflogen.
Ein männlicher Bewohner konnte von Passanten verletzt aus dem Haus gerettet werden. (Bildquelle: Feuerwehr Kalsberg)
Im Zuge der Löscharbeiten entdeckten Einsatzkräfte der Feuerwehr Kalsdorf im Erdgeschoss, im Bereich des Wohn- und Esszimmers, eine leblose Frau. Der Notarzt konnte nur noch den
Tod feststellen.
Der männliche Bewohner erlitt mutmaßlich eine Rauchgasvergiftung. (Bildquelle: Feuerwehr Kalsberg)
Nach bisherigen Ermittlungen handelt es sich um die 80-jährige Ehefrau des geretteten Mannes.
Während der Löscharbeiten lösten sich Teile der Decke und stürzten hinab. (Bildquelle: Feuerwehr Kalsberg)
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz wurde der
Leichnam sichergestellt. Eine Obduktion zur Klärung der genauen
Todesursache sowie zur eindeutigen Identitätsfeststellung wurde angeordnet.
Im Haus wohnte ein Ehepaar, die Frau hat den Brand nicht überlebt. (Bildquelle: Feuerwehr Kalsberg)
Dramatische Rettungs- und Löscharbeiten
Bereits auf der Anfahrt wurden die Feuerwehren über die Vielzahl an Notrufen informiert. Ein Atemschutztrupp begab sich umgehend ins Gebäude, um nach der vermissten Person zu suchen. Parallel dazu wurde über eine Drehleiter ein Außenangriff gestartet.
Der Löschangriff von Innen erwies sich als sehr gefährlich. (Bildquelle: Feuerwehr Kalsberg)
Im Inneren des Hauses erschwerten enorme Hitze, starke Rauchentwicklung und schlechte Sicht die Arbeiten erheblich. Teile der Decke lösten sich und stürzten herab.
Die Rauchsäule war weithin sichtbar. (Bildquelle: Feuerwehr Kalsberg)
Erst durch das Einschlagen mehrerer Fensterscheiben von außen verbesserte sich die Sicht. Für die vermisste Frau kam jedoch jede Hilfe zu spät.
Der Brand im Erdgeschoss sowie im Dachbereich konnte zunächst relativ rasch unter Kontrolle gebracht werden.
15 Einsatzfahrzeuge waren vor Ort. (Bildquelle: Feuerwehr Kalsberg)
Haus vollständig zerstört – hoher Sachschaden
In den frühen Morgenstunden des Samstags kam es zu einem erneuten Brandausbruch. In dessen Folge wurde das Wohnhaus schließlich vollständig zerstört.
Der Einsatz für die Feuerwehr Kalsberg war sehr herausfordernd und band viele Einsatzkräfte. (Bildquelle: Feuerwehr Kalsberg)
Die Feuerwehren mussten die gesamte Dachkonstruktion sowie Teile der Bausubstanz abtragen. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt.
Das Wohnhaus wurde bei dem Brand vollständig zerstört. (Bildquelle: Feuerwehr Kalsberg)
Brandursache unklar – Ermittlungen laufen
Brandermittler lokalisierten den Brandausbruchsort im Erdgeschoss, im Bereich des Wohn- und Kaminzimmers.
Die Ermittlungen zur genauen Brandursache dauern weiterhin an.
Im Einsatz standen insgesamt:
- 5 Feuerwehren
- 15 Einsatzfahrzeuge
- 78 Feuerwehrkräfte
- Rotes Kreuz und Polizei mit 12 Fahrzeugen und 28 Einsatzkräften
Nachbarn versorgten die Einsatzkräfte mir warmen Getränken. (Bildquelle: Feuerwehr Kalsberg)
Die Straße im Einsatzbereich wurde durch die Straßenmeisterei gesperrt, eine lokale Umleitung eingerichtet. Weitere Personen oder Tiere wurden nicht verletzt.
Feuerwehr dankt
Besonders bedankt sich die Feuerwehr bei Nachbarn, die die Einsatzkräfte mit warmen Getränken versorgten, sowie für die reibungslose Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen.
Rotes Kreuz und Polizei waren ebenfalls mit zahlreichen Kräften im Einsatz. (Bildquelle: Feuerwehr Kalsberg)
Quelle der Polizeinachricht: LPD Steiermark / Feuerwehr Kalsberg