(Symbolbild) (Bildquelle: Polizei)
Nach einer waghalsigen Verfolgungsjagd mit bis zu 230 km/h über mehrere Strassen und die A8 sucht die Polizei Zeugen und mögliche Gefährdete. Der 23-jährige Fahrer wurde nach einem Unfall in einer Baustelle festgenommen.
Bei Lasermessungen im Gemeindegebiet von Kallham erwischten Polizisten der Landesverkehrsabteilung in der beschilderten 70 km/h-Beschränkung einen PKW mit 125 km/h. Die Beamten nahmen die Verfolgung mit Blaulicht und Folgetonhorn auf. Der Lenker, ein 23-jähriger Wiener, widersetzte sich der Anhaltung und versuchte mehrmals, das Zivilstreifenfahrzeug von der Fahrbahn abzudrängen.
Gefährliche Verfolgungsjagd
Auf der B137 und der B141 wurden Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h gemessen. Dabei kam es mehrmals beinahe zu Frontalzusammenstößen mit dem Gegenverkehr. Von der Beifahrerin, einer 17-jährigen Wienerin, wurden mehrere unbekannte Gegenstände und eine Glasflasche aus dem Fahrzeug in Richtung der verfolgenden Zivilstreife geworfen, um die Verfolgung und Anhaltung zu verhindern.
Festnahme und weitere Ermittlungen
Der Lenker setzte seine Flucht über die A8 mit bis zu 230 km/h fort, wobei er auf Höhe Aistersheim in den gesperrten Bereich der dortigen Baustelle einfuhr. Dort prallte er gegen ein massives Baustellenelement und konnte seine Fahrt nicht fortsetzen. Unmittelbar danach überquerte er zu Fuß die Autobahn und versuchte, ein Baustellenfahrzeug in Betrieb zu nehmen, was dessen Lenker jedoch verhindern konnte. Anschließend überquerte der 23-Jährige die Autobahn wieder zurück, wo er von Polizeikräften vorläufig festgenommen werden konnte.
In seinem Auto fanden die Polizisten eine geringe Menge Suchtmittel. Der 23-Jährige konnte keine gültige Lenkberechtigung vorweisen. Außerdem bestand seitens der Staatsanwaltschaft Wien eine Festnahmeanordnung.
Aufgrund der massiven Geschwindigkeitsübertretung wurde das Fahrzeug vorläufig beschlagnahmt. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wels wurde der 23-Jährige in die Justizanstalt Wels eingeliefert. Die Beifahrerin wird auf freiem Fuß angezeigt.
Zeugen, die den waghalsigen Fluchtversuch am 1. Juni 2026 auf der B137, B141 bzw. A8 beobachtet haben oder die selbst durch die Überholmanöver gefährdet worden sind, werden ersucht, sich umgehend bei der Autobahnpolizeiinspektion Wels unter 059133 4188 zu melden.