Fahndung Österreich – Hinweise zu sechs ungeklärten Fällen gesucht
Redaktion Polizeiticker Österreich
Eine vermisste Wanderin, ein versuchter Mord, ein spektakulärer Juweliereinbruch und eine Serie von Grabschändungen: In der Sendung „Fahndung Österreich“ vom Mittwoch, 14. Oktober 2026, wurden sechs ungeklärte Fälle vorgestellt. Die Polizei hofft auf entscheidende Hinweise aus der Bevölkerung.
In Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt sowie dem Innen- und Justizministerium stellte ServusTV am Mittwoch erneut mehrere österreichische Kriminalfälle vor. Die Ermittlungen reichen von Kärnten über Wien und Niederösterreich bis nach Oberösterreich. Auch eine internationale Spionagefahndung war Thema der Sendung.
Oberösterreich: Wanderin seit über zwei Jahren verschwunden
Seit dem 30. Juni 2024 fehlt von der damals 64-jährigen Helga W. jede Spur. Die Frau war gemeinsam mit ihrem Ehemann im Almtal wandern. Aufgrund ihres unterschiedlichen Gehtempos gingen die beiden zeitweise getrennte Wege und wollten sich bei der Welserhütte wieder treffen.
Doch die Frau erschien nicht am vereinbarten Treffpunkt. Umfangreiche Suchmassnahmen blieben erfolglos. Auch ihre Wanderausrüstung wurde bislang nicht gefunden. Die Polizei und die Familie hoffen weiterhin auf Hinweise zu ihrem Verbleib.
Wien: Gesuchter nach versuchtem Mord auf der Flucht
In Wien-Meidling soll ein 26-jähriger Mann im Februar 2026 seinen Schwager in dessen Wohnung angegriffen haben.
Laut den Ermittlungen attackierte der Tatverdächtige den schlafenden Mann zunächst mit Schlägen und Tritten. Anschliessend soll er mit einem Messer auf sein Opfer eingestochen haben. Der Schwerverletzte überlebte den Angriff nur knapp. Der Verdächtige flüchtete und wird inzwischen mit europäischem Haftbefehl gesucht.
Niederösterreich: Rund 180 Gräber aufgebrochen
Eine besonders umfangreiche Einbruchsserie beschäftigt das Landeskriminalamt Niederösterreich. Zwischen April 2025 und April 2026 wurden auf 18 Friedhöfen rund 180 Gräber und Gruften aufgebrochen. Die unbekannten Täter öffneten Grabstätten, beschädigten Särge und entwendeten unter anderem Goldzähne sowie Grabbeigaben.
Weil die Grabplatten anschliessend wieder zurückgeschoben wurden, blieben manche Taten über längere Zeit unentdeckt. Die Polizei bittet um Hinweise zu den Verantwortlichen.
Salzburg: International gesuchter mutmasslicher Spion
Auch ein Spionagefall mit Bezug zum österreichischen Bundesheer wurde in der Sendung vorgestellt. Gesucht wird der mittlerweile 72-jährige Igor Egorovich Zaytsev. Er soll mithilfe eines Salzburger Bundesheer-Offiziers geheime Informationen an den russischen Nachrichtendienst weitergegeben haben.
Der 1954 in Moskau geborene Igor Egorovich Zaytsev wird seit dem 23. Juli 2019 mit internationalem Haftbefehl gesucht. Ihm wird vorgeworfen, für den russischen Militärgeheimdienst geheime nachrichtendienstliche Aktivitäten zum Nachteil Österreichs betrieben und Staatsgeheimnisse verraten zu haben.
Die Spionageaffäre wurde bereits 2018 bekannt. Der beteiligte österreichische Offizier wurde später verurteilt. Nach dem mutmasslichen russischen Agenten wird weiterhin mit internationalem Haftbefehl gefahndet.
Bundeskriminalamt sucht verschwundene Kulturgüter
Eine weitere Fahndung betrifft ungewöhnliche Kulturgüter. Unter anderem sucht das Bundeskriminalamt nach einem etwa 30 Millionen Jahre alten Gecko, der in Bernstein eingeschlossen ist, sowie nach einem Eisenmeteoriten. Die Ermittler hoffen, dass neue Hinweise aus der Bevölkerung zur Wiederauffindung der verschwundenen Gegenstände beitragen.
Der etwa fünf Zentimeter lange Gecko in Bernstein wurde zwischen April und November 2013 im Burgenland gestohlen und wird seither vom Bundeskriminalamt gesucht.
Kärnten: Einbruch bei Juwelier verursacht enormen Schaden
In Wolfsberg brachen am 10. Februar 2026 zwei bislang unbekannte Täter in ein Juweliergeschäft ein. Mit einem zuvor gestohlenen Auto rammten sie den Eingangsbereich des Geschäfts, schlugen Vitrinen ein und entwendeten wertvollen Schmuck. Nach weniger als zwei Minuten flüchteten die Täter.
Der entstandene Schaden beläuft sich auf mehr als 150.000 Euro. Überwachungskameras zeichneten den Einbruch auf. Die Ermittler hoffen weiterhin auf Hinweise zur Identität der Täter.
Polizei bittet um Hinweise
Wer Angaben zu einem der vorgestellten Fälle machen kann, wird gebeten, sich an die Polizei zu wenden.
Hinweise sind unter folgenden Kontaktdaten möglich:
- Telefon: 059 133 133
- E-Mail: fahndung-oesterreich@bmi.gv.at
Informationen zu den einzelnen Fahndungen und weitere Kontaktmöglichkeiten sind auf der offiziellen ServusTV-Seite zur Sendung vom 14. Oktober 2026 verfügbar.