Am 17. September 2025 kam es im Bezirk Korneuburg zu einem schweren Betrug und Diebstahl. Ein unbekannter Täter brachte ein unmündiges Opfer via Social Media zur Preisgabe von Kontodaten und behob später einen fünfstelligen Betrag. Die Polizei sucht Hinweise.
Ein bislang unbekannter Täter nahm über eine Social-Media-Plattform Kontakt zu einem unmündigen Opfer im
Bezirk Korneuburg auf. Durch die Vorspiegelung falscher Tatsachen – ein angeblich lukratives Krypto-Investment – brachte der Täter das Opfer dazu, seine Kontodaten preiszugeben. In der Folge wurde ein niedriger vierstelliger Betrag vom Konto des Opfers auf ein litauisches Konto überwiesen.
Der Täter bedrohte den Betrogenen mit Gewalt. (Bildquelle: LPD Niederösterreich)
Um vermeintliche Verluste auszugleichen, forderte der Unbekannte die Eröffnung eines weiteren Kontos. Dabei übte der Täter massiven psychischen Druck aus. Aus Angst bewegte das Opfer seine volljährige Schwester dazu, ein Konto zu eröffnen. Bei einem persönlichen Treffen wurden schließlich die Zugangsdaten sowie die
Bankomatkarte an den Täter übergeben.
Der Täter setzte sein Opfer massiv unter Druck. (Bildquelle: LPD Niederösterreich)
In weiterer Folge forderte der Täter unter Androhung von Gewalt weiteres Bargeld. Da das Opfer über keine finanziellen Mittel mehr verfügte, wurden 300 Euro überwiesen sowie elektronische Geräte (ein Monitor und ein Headset) an einen vom Täter entsandten Taxifahrer übergeben.
Am 17. September 2025 nutzte der unbekannte Täter die widerrechtlich erlangten Zugangsdaten und behob bei zwei Bankfilialen (1140
Wien, Hütteldorfer Straße 209 und 1160 Wien, Thaliastraße 140) insgesamt einen niedrigen fünfstelligen Geldbetrag.
Die Polizei bittet um Hinweise. (Bildquelle: LPD Niederösterreich)
Über Anordnung der Staatsanwaltschaft
Korneuburg werden die beigefügten Lichtbilder veröffentlicht.
Zeugenaufruf
Sachdienliche Hinweise zur Ausforschung des bislang unbekannten Täters werden an die Polizeiinspektion Gerasdorf bei Wien, Telefonnummer 059133-3224, erbeten.
Quelle der Polizeinachricht: LPD Niederösterreich