Ein Sattelzug ist am 12. September auf der A2 bei Villach-Warmbad von der Fahrbahn abgekommen und auf der Gegenfahrbahn zum Liegen gekommen. Die Feuerwehr befreite den eingeschlossenen Fahrer und musste für die aufwändige Bergung frische Rinderhäute aus dem Kühlsattelauflieger entladen.
Am Samstag, 12. September 2026, wurde die Hauptfeuerwache Villach gegen 12 Uhr kurz vor dem Start der Harley-Parade gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren Gödersdorf und Drobollach zu einem schweren Lkw-Unfall auf der A2 Südautobahn bei Villach-Warmbad alarmiert.
Sattelzug durchbricht Mittelleitschiene
Aus bislang unbekannter Ursache kam ein Sattelzug auf der Richtungsfahrbahn Italien von der Straße ab. Das Schwerfahrzeug durchbrach die Mittelleitschiene, schlitterte noch rund 30 Meter weiter und kam schließlich auf der Richtungsfahrbahn Wien zum Liegen.
Feuerwehr befreit eingeschlossenen Fahrer
Beim Eintreffen des Rüstzuges befand sich der Fahrer noch eingeschlossen im Führerhaus. Er war jedoch ansprechbar und konnte von den ersten Einsatzkräften zügig aus dem Fahrzeug befreit werden.
Ein Feuerwehrsanitäter übernahm zunächst die Erstversorgung. Anschließend brachte das Rote Kreuz den Mann mit Verletzungen unbestimmten Grades in das Klinikum Villach.
Diesel gelangt in den Mittelstreifen
Durch die erheblichen Beschädigungen am Sattelzug wurde auch dessen Dieseltank aufgerissen. Eine größere Menge Diesel sowie weitere Betriebsstoffe liefen aus und gelangten in das Erdreich des Mittelstreifens.
Parallel zur Menschenrettung bauten die Einsatzkräfte einen Brandschutz auf und sicherten die Unfallstelle. Die ausgelaufenen Betriebsstoffe wurden soweit möglich gebunden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Die Feuerwehren Gödersdorf und Drobollach unterstützten die Arbeiten.
Wegen der ausgetretenen Betriebsstoffe wurde zusätzlich der Chemiebereitschaftsdienst der Kärntner Landesregierung hinzugezogen. Der Landeschemiker sollte beurteilen, welche weiteren Maßnahmen zum Schutz der Umwelt erforderlich waren.
Rinderhäute müssen für Bergung entladen werden
Die Bergung des schwer beschädigten Sattelzuges gestaltete sich aufwändig. Bevor ein privates Bergeunternehmen das Fahrzeug aufrichten konnte, musste zunächst ein Teil der Ladung aus dem Kühlsattelauflieger entfernt werden.
Bei der Ladung handelte es sich um frische Rinderhäute. Feuerwehrkräfte mussten diese teilweise von Hand entladen und trugen dabei Einwegschutzanzüge.
Erst nach der notwendigen Entladung konnte das Bergeunternehmen mit der weiteren Bergung und dem Aufrichten des Sattelzuges beginnen.
A2 während des Einsatzes gesperrt
Am Abend des 12. September standen gegen 18 Uhr noch sechs Fahrzeuge und 25 Einsatzkräfte der Hauptfeuerwache Villach gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Gödersdorf auf der Autobahn im Einsatz.
Die Richtungsfahrbahn Wien war zu diesem Zeitpunkt wegen der umfangreichen Unfall- und Bergungsarbeiten vollständig gesperrt. Dadurch kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Quelle der Nachricht: HFW Villach