Am Samstag, 14. März 2026, kam es auf der A2 bei Wiener Neustadt zu einer Geisterfahrt mit einem Sattelkraftfahrzeug. Der alkoholisierte Lenker fuhr mehrere Kilometer entgegen der Fahrtrichtung. Dabei kam es zu mehreren Unfällen mit Sachschaden.
Am 14. März 2026, um 21:39 Uhr erstatteten Verkehrsteilnehmer telefonisch per Polizeinotruf bei der Landesleitzentrale die Anzeige über ein Sattelkraftfahrzeug, das als
Geisterfahrer unterwegs sei.
Den Anzeigern zufolge soll das Sattelkraftfahrzeug auf der
A2 Süd Autobahn, Richtungsfahrbahn Wien aus dem ASFINAG Rastplatz
Wiener Neustadt (StrKm 51,175) entgegengesetzt herausgefahren und nun am Pannenstreifen in Richtung Graz gefahren sein.
Nach einer Fahrt von ca. 2,3 Kilometer versuchte der Lenker auf Höhe des StrKm 53,5 offensichtlich zu wenden und fuhr hierbei mit der Front des Sattelzugfahrzeuges gegen die rechte Leitschiene. Das Fahrzeug kam dabei annähernd quer zur Fahrbahn zum Stillstand. Beim Eintreffen der Streifen der Autobahnpolizeiinspektion Warth beim Sattelkraftfahrzeug stand der Lenker, ein 41-jähriger polnischer Staatsbürger neben dem Führerhaus.
Mehrere Fahrzeuge wurden bei Ausweichmanövern beschädigt. (Bildquelle: Feuerwehr Neunkirchen-Stadt)
Er war barfüßig, lediglich mit kurzer Hose bekleidet und war offensichtlich stark alkoholisiert. Ein an ihm durchgeführter Alkotest verlief positiv. Da der Verdacht einer akuten psychischen Erkrankung oder einer unfallbedingten Verletzung bestand, wurde er durch die Rettung in das Universitätsklinikum Wiener Neustadt verbracht. Er blieb aber unverletzt.
Gegen den Lenker wurde ein Fahrverbot für ganz Österreich verhängt. (Bildquelle: Feuerwehr Neunkirchen-Stadt)
Im Zuge dieser
Geisterfahrt kam es zu mehreren Unfällen mit Sachschaden. Ein Lenker wich dem Sattelkraftfahrzeug aus und touchierte die Leitschiene, zwei weitere Lenker touchierten im Vorbeifahren den
Sattelzug. Drei weitere Lenker überfuhren Fahrzeugteile.
Der Fahrer stand stark unter Alkoholeinfluss. (Bildquelle: Feuerwehr Neunkirchen-Stadt)
Dem 41-Jährigen wurde der Führerschein abgenommen und bei ihm eine Sicherheitsleistung von 4.600 Euro eingehoben. Er wurde außerdem persönlich der Strafabteilung der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen vorgeführt. Durch die Behörde wurde ein 8-monatiges Fahrverbot für ganz Österreich erlassen. Der 41-Jährige gab an, sich aufgrund der Alkoholisierung an nichts erinnern zu können.
Mehrere Verkehrsteilnehmer erstatteten Anzeige. (Bildquelle: Feuerwehr Neunkirchen-Stadt)
Quelle der Polizeinachricht: LPD Niederösterreich