Am Mittwoch, 8. Juli 2026, wurde ein 24-jähriger Mordverdächtiger in Nizza (Frankreich) festgenommen. Er steht im Verdacht, eine 70-jährige Frau in Wien getötet zu haben.
Am 25.06.2026 wurde eine Frau tot in ihrer Wohnung im Wiener Bezirk Mariahilf von Bekannten aufgefunden, (wir berichteten). Der Körper der 70-Jährigen wies zahlreiche Stich- und Schnittverletzungen auf, sodass von einem Gewaltverbrechen auszugehen war.
Das Landeskriminalamt Wien, Ermittlungsbereich Leib/Leben, Gruppe Baumgartner, führte umfangreiche Ermittlungen, insbesondere im privaten Umfeld des Opfers, durch. Dabei erhärtete sich der dringende Tatverdacht gegen einen 24-jährigen Mann. Da die Ermittlungen hinsichtlich des Aufenthaltsortes des dringend Tatverdächtigen ins Ausland
führten, wurde über die Staatsanwaltschaft Wien ein europäischer Haftbefehl erlassen.
Am 26.06.2026 übernahm das Bundeskriminalamt, Büro 2.1 Zielfahndung, auf Ersuchen des Landeskriminalamtes Wien die internationale Fahndung nach dem flüchtigen Mordverdächtigen. Gemeinsame Ermittlungen ergaben, dass der Tatverdächtige Österreich wenige Tage nach der Tat in Richtung Frankreich verlassen hatte. In enger Zusammenarbeit mit Fugitive Active Search Team (FAST) Frankreich konnte der 24-Jährige (StA.: Russische Föderation) im Raum Nizza lokalisiert und am Abend des
08.07.2026 durch die französischen Behörden festgenommen werden.
Die Ermittlungen des Landeskriminalamts Wien, Ermittlungsbereich Leib/Leben, Gruppe Baumgartner, werden in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Wien fortgesetzt.
„Dieser rasche polizeiliche Ermittlungserfolg ist das Ergebnis einer hervorragenden und engagierten Zusammenarbeit. Er zeigt, wie wichtig ein enger und abgestimmter nationaler sowie internationaler Austausch im Kampf gegen Kriminalität ist. Mein besonderer Dank gilt daher dem Landeskriminalamt Wien, dem Bundeskriminalamt sowie allen an diesem Erfolg beteiligten
Kräften“, sagt Landespolizeivizepräsident in Wien, General Dieter Csefan.
Der rasche Fahndungserfolg unterstreicht die Bedeutung der engen internationalen Zusammenarbeit im europäischen Zielfahndungsnetzwerk ENFAST.
Direktor des Bundeskriminalamtes, General Andreas Holzer: „Die Zielfahnderinnen und Zielfahnder des Bundeskriminalamtes arbeiten täglich daran, flüchtige Tatverdächtige auch über Staatsgrenzen hinweg auszuforschen. Der aktuelle Fall unterstreicht die hohe Professionalität und das Vertrauen, das innerhalb des europäischen Zielfahndungsnetzwerks seit Jahren gewachsen ist.“
Quelle der Polizeinachricht: LPD Wien