Villach – Fünf Verletzte bei schwerem Unfall auf der A11
Redaktion Polizeiticker Österreich
Eine fünfköpfige Familie ist auf der A11 bei St. Jakob im Rosental schwer verunglückt. Der Wagen prallte gegen einen Aufpralldämpfer und geriet in Brand. Ein zufällig vorbeikommender Feuerwehrmann half bei den ersten Rettungsmaßnahmen. Ein Kind wurde schwer verletzt.
Am Freitagmorgen, 14. August 2026, ereignete sich auf der A11 Karawanken Autobahn bei St. Jakob im Rosental ein schwerer Verkehrsunfall mit fünf Verletzten.
Gegen 6.33 Uhr wurden die Freiwillige Feuerwehr St. Jakob im Rosental, die Freiwillige Feuerwehr Dolintschach und die Hauptfeuerwache Villach alarmiert. Gemeldet waren ein brennendes Fahrzeug sowie eine eingeklemmte Person.
Auto prallt gegen Aufpralldämpfer
Nach Polizeiangaben war eine 39-jährige serbische Staatsangehörige mit einem Pkw von Slowenien kommend in Richtung Villach unterwegs. Kurz nach der Raststation Rosegg kam das Fahrzeug aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Aufpralldämpfer an einer Parkplatzeinfahrt.
Im Fahrzeug befanden sich neben der 39-jährigen Fahrerin ein Beifahrer und drei Kinder.
Nach dem schweren Aufprall geriet das Fahrzeug in Brand. Die Fahrerin konnte sich selbst aus dem Wagen befreien und ihren jüngsten Sohn aus seinem Sitz retten. Der Beifahrer war im Fahrzeug eingeklemmt, zwei weitere Kinder befanden sich noch im Wagen.
Feuerwehrmann wird zufällig zum Ersthelfer
Noch vor dem Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte bemerkte ein nachkommender Feuerwehrmann der Betriebsfeuerwehr Infineon den Unfall. Nach eigenen Angaben sah er Rauch aufsteigen und begab sich mit einem Feuerlöscher und einem Erste-Hilfe-Kasten zur Unfallstelle.
Ein weiterer Ersthelfer unterstützte ihn bei der Brandbekämpfung. Das Feuer am Unfallfahrzeug konnte dadurch bereits vor dem Eintreffen der alarmierten Feuerwehren gelöscht werden.
Der Feuerwehrmann kümmerte sich unter anderem um ein verletztes Mädchen auf der Rückbank.
Kritik an ausbleibender Hilfe und fehlender Rettungsgasse
Der Ersthelfer berichtete später, dass sich hinter der Unfallstelle bereits zahlreiche Fahrzeuge gestaut hätten. Nach seiner Darstellung hätten die Fahrzeuge teilweise kreuz und quer gestanden und keine ausreichende Rettungsgasse gebildet.
Er kritisierte zudem, dass trotz der zahlreichen Verkehrsteilnehmer nur ein weiterer Mann unmittelbar zur Hilfe gekommen sei. Andere Personen seien nach seiner Wahrnehmung in ihren Fahrzeugen geblieben.
Die Polizei musste demnach dafür sorgen, dass Fahrzeuge zur Seite fuhren und die nachrückenden Rettungskräfte die Unfallstelle erreichen konnten.
Beifahrer mit hydraulischem Rettungsgerät befreit
Beim Eintreffen der Feuerwehren war der Fahrzeugbrand bereits gelöscht. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich auf die Rettung und Versorgung der insgesamt fünf Insassen.
Der eingeklemmte Beifahrer musste mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem schwer beschädigten Fahrzeug befreit werden.
Die Fahrerin, der Beifahrer und die drei Kinder erlitten nach Polizeiangaben Verletzungen unbestimmten Grades. Nach Angaben der Feuerwehr wurde eines der Kinder schwer verletzt.
Das schwer verletzte Kind wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Auch die weiteren Verletzten wurden medizinisch versorgt und in Krankenhäuser gebracht.
A11 für Rettungsarbeiten gesperrt
Neben den Feuerwehren standen der Rettungsdienst, ein Rettungshubschrauber und die Polizei im Einsatz.
Für die Rettungs-, Bergungs- und Aufräumarbeiten musste die A11 im betroffenen Bereich gesperrt werden. Die Feuerwehren unterstützten anschließend bei der Bergung des Unfallfahrzeugs und der Reinigung der Fahrbahn.
Ein bei der 39-jährigen Fahrerin durchgeführter Alkotest verlief negativ. Die genaue Ursache des Unfalls ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Quelle der Polizeinachricht: Bezirksfeuerwehrkommando Villach-Land und Polizei Kärnten