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Neustift im Stubaital – Ehepaar gerät auf 3200 Metern in Bergnot

Redaktion Polizeiticker Österreich

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Ein Polizeihubschrauber schwebt in der Luft, während ein Polizist sich daran abseilt. Im Hintergrund sind Bäume und Berge zu sehen.
(Symbolbild) (Bildquelle: Franz W. auf Pixabay)

Am Dienstag, 25. August 2026, geriet ein deutsches Ehepaar bei einer Hochtour in den Stubaier Alpen in Bergnot. Die beiden waren durchnässt, unterkühlt und stark erschöpft. Dichter Nebel erschwerte die Rettung per Hubschrauber.

Am 25.08.2026 unternahm ein 69-jähriger deutscher Staatsangehöriger gemeinsam mit seiner 70-jährigen Ehefrau vom Ausgangspunkt "Nürnberger Hütte" – 6167 Neustift i. St. - eine alpine Hochtour mit Ziel "Becherhaus" in den Stubaier Alpen. Da laut Auskunft der Wettervorhersage das Wetter über den Tagesverlauf immer besser werden sollte, starteten die beiden gegen 08:00 noch bei Regen die Tour.
Die beiden Wanderer hatten bereits zu Beginn der Tour Probleme mit der Orientierung, da sie eigentlich den schwarz markierten Bergweg über die sogenannte "Freigerscharte" in Richtung "Becherhaus" begehen wollten. Dabei versäumten sie jedoch wenige Meter nach der "Nürnberger Hütte" die Abzweigung und stiegen über den schwarz markierten Bergweg über die Seescharte/Gamsspitzl/Signalgipfel in Richtung "Becherhaus" auf.
Das Wetter verschlechterte sich entgegen der Wettervorhersage im Laufe des Tages immer mehr, bis sie auf einer Meereshöhe von ca. 3200 Meter zu einer mit einem Kletterseil abgesicherten Steilpassage kamen. Dort trauten sie sich nicht mehr weiter zu gehen und entschlossen zur "Nürnberger Hütte" umzukehren. Zusätzlich waren sie auf Grund des Regens völlig durchnässt, leicht unterkühlt und bereits stark erschöpft.
Ein zufällig vorbeikommender Bergführer stieß gegen ca. 14:30 Uhr, ca. 100 Höhenmeter nordöstlich unterhalb des "Signalgipfels", auf einer Meereshöhe von 3200 Meter auf die zwei Wanderer. Dieser gab ihnen trockene Kleidung, etwas zu essen und versuchte im Anschluss mit diesen weiter in Richtung "Nürnberger Hütte" abzusteigen. Da diese kaum mehr auf seinen eigenen Beinen stehen konnte, wurde gegen 15:30 Uhr Notruf abgesetzt.
Die alarmierte Bergrettung begab sich teilweise zu Fuß und teilweise mit Unterstützung des BMI-Hubschraubers in Richtung Einsatzörtlichkeit. Als die ersten Bergretter gegen ca. 17:30 Uhr bei den zwei stark erschöpften Wanderern eintrafen, wurden diese mittels mitgeführten Wärmemanagement aufgewärmt.
Aufgrund des ständig aufziehenden Nebels war eine Bergung durch den Helikopter vorerst nicht möglich. Erst als der Nebel etwas verzog, konnten die zwei Wanderer gegen 18:00 Uhr vom BMI-Hubschrauber unverletzt geborgen und ins Tal geflogen werden.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Tirol

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