Am Mittwoch, 22. Juli 2026, kam ein 18-jähriger Wanderer bei einer Bergtour auf die Nordkette in Innsbruck ums Leben. Der junge Mann stürzte im weglosen Gelände mehrere hundert Meter in die Tiefe.
Am 22.07.2026 gegen 06.30 Uhr starteten drei befreundete ungarische Staatsangehörige (alle 18 Jahre) in Innsbruck, von der Talstation der Hungerburgbahn ausgehend, eine Bergtour und beabsichtigten, einen Gipfel auf der Nordkette zu besteigen.
Nach einer Pause bei der Bergstation auf der Seegrube setzte die Gruppe gegen 13.00 Uhr die Tour fort und orientierte sich dabei mit einer Outdoor-App. Während des weiteren Aufstiegs fiel im bereits sehr steilen Gelände die App aus, sodass die Männer die Orientierung verloren und deshalb in Richtung des Gipfelkreuzes des Berggipfels "Kemacher" im steilen, weglosen Gelände weiter aufstiegen.
Gegen 15.15 Uhr erreichten sie auf einer Höhe von ca. 2.300 Metern ein kleines Plateau und entschieden sich umzukehren. Im Zuge des Abstieges stürzte ein Gruppenmitglied im sehr steilen, grasigen und felsdurchsetzten Gelände ca. 150 bis 200 Meter ab und blieb in einer Schotterrinne leblos liegen. Ein Gruppenmitglied setzte unverzüglich einen Notruf ab, während das andere Gruppenmitglied zum Verletzten abstieg, jedoch keine Lebenszeichen mehr feststellen konnte.
Vom mittels Taus zum Abgestürzten gebrachten Notarzt des Notarzthubschraubers konnten ebenfalls keine Vitalzeichen mehr festgestellt und ein Polytrauma diagnostiziert werden. In weiterer Folge wurden die beiden Begleiter zunächst von der Crew des Notarzthubschraubers in Sicherheit zur Bergstation der Hungerburgbahn gebracht und anschließend unter Mitwirkung des Polizeihubschraubers "Libelle" ins Tal nach Innsbruck geflogen.
Die Bergung des tödlich abgestürzten 18-Jährigen erfolgte durch die Besatzung des Polizeihubschraubers.
Quelle der Polizeinachricht: LPD Tirol