Am Donnerstag, 15. Oktober 2026, ereigneten sich in Graz-Lend innerhalb weniger Minuten zwei schwere Unfälle mit Kindern. Zunächst wurde ein 14-Jähriger von einer Straßenbahn erfasst und leicht verletzt. Kurz darauf wurde ein achtjähriger Bub von einem Polizeiauto erfasst und schwer verletzt.
Gegen 15:00 Uhr war ein 24-jähriger Straßenbahnlenker mit der Linie 6 auf der Waagner-Biro-Straße in Richtung St. Peter unterwegs. Im Bereich der Kreuzung mit der Dreierschützengasse wollte ein 14-jähriger Schüler aus Graz offenbar noch eine Straßenbahn auf der gegenüberliegenden Straßenseite erreichen.
Dabei dürfte er trotz Rotlichts über einen Schutzweg und unmittelbar vor die herannahende Straßenbahn gelaufen sein. Der 24-jährige Lenker leitete sofort eine Bremsung ein, konnte einen Zusammenstoß jedoch nicht mehr verhindern.
Der Jugendliche wurde von der Straßenbahn erfasst und einige Meter mitgeschleift. Er erlitt leichte Verletzungen und wurde vom Roten Kreuz in die Kinderklinik des LKH Graz gebracht.
Bub (8) läuft auf Fahrbahn und wird von Einsatzfahrzeug erfasst
Nur wenige Minuten später ereignete sich unweit entfernt auf derselben Straße ein weiterer Unfall. Eine Polizistin (21) war mit einem Streifenwagen unter Verwendung von Blaulicht und Folgetonhorn auf dem Weg zum zuvor genannten Straßenbahnunfall.
Im Bereich der Kreuzung beim Nicolaus-Harnoncourt-Park fuhr sie bei Grünlicht an angehaltenen Fahrzeugen vorbei und geradeaus in die Kreuzung ein. Zur selben Zeit wartete ein achtjähriger Schüler gemeinsam mit weiteren Personen vor einer roten Fußgängerampel. Laut Zeugenaussagen lief der Bub plötzlich und aus bislang unbekannten Gründen auf die Fahrbahn und gegen die rechte Vorderseite des Einsatzfahrzeuges.
Durch den Anprall wurde er auf den Gehsteig geschleudert. Der Achtjährige erlitt schwere Verletzungen und wurde vom Roten Kreuz in die Kinderchirurgie des LKH Graz gebracht. Dort mussten seine Verletzungen operativ versorgt werden.
An der Straßenbahn und am Einsatzfahrzeug entstand jeweils leichter Sachschaden. Die bei Verkehrsunfällen routinemäßig durchgeführten Alkoholkontrollen bei den Unfallbeteiligten verliefen negativ. Die weiteren Erhebungen zu den genauen Unfallhergängen dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: LPD Steiermark