Eisenerz – Familie mit Kindern gerät bei Bergwanderung in Not
Redaktion Polizeiticker Österreich
Eine sechsköpfige Urlauberfamilie aus Deutschland ist am Dienstagabend, 20. Oktober 2026, bei einer Wanderung am Kaiserschild nahe Eisenerz in Bergnot geraten. Starker Wind, Dunkelheit und steiles Gelände erschwerten die Rettung erheblich. Am Mittwochmorgen dauerte der Einsatz noch an.
Eine aus sechs Personen bestehende Urlauberfamilie aus Deutschland geriet Dienstagabend, 20. Oktober 2026, bei einer Wanderung am Kaiserschild in Bergnot. Der Einsatz dauert Mittwochfrüh noch an.
Die beiden Eltern und ihre vier Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren waren Dienstagvormittag von einem Alpinresort in Eisenerz (Bezirk Leoben) zu einer Wanderung auf das Kaiserschild aufgebrochen.
Gegen 21:00 Uhr setzten sie im Bereich des Rotriegels einen Notruf ab, nachdem sie aufgrund zunehmender Erschöpfung nicht mehr weiterkonnten.
Einsatzkräfte der Bergrettung Eisenerz und der Alpinpolizei Hochsteiermark stiegen daraufhin zu der Familie auf. Kurz vor Mitternacht erreichte ein erster Rettungstrupp die Wanderer auf rund 1.860 Metern Seehöhe. Eine Bergrettungsärztin übernahm die medizinische Erstversorgung.
Schwierige Rettung
Ein zunächst geplanter gesicherter Abstieg musste kurz nach Mitternacht aufgrund des steilen Geländes, der Dunkelheit, des böigen Windes und der zunehmenden Erschöpfung der Familie abgebrochen werden.
Auch eine Rettung mittels Hubschrauber gestaltete sich schwierig. Mehrere Landeversuche des Rettungshubschraubers mussten aufgrund starker Windböen abgebrochen werden.
Die Einsatzkräfte verblieben daher gemeinsam mit der Familie am Berg.
In weiterer Folge wurde versucht, zu Fuß in Richtung Sandgrube abzusteigen, um bei Tageslicht und besseren Wetterbedingungen eine Rettung mittels Hubschrauber zu ermöglichen.
Der Einsatz ist Mittwochfrüh weiterhin im Gange.
Quelle der Polizeinachricht: LPD Steiermark