Coronavirus - 24 Erkrankungsfälle in Österreich bei 2683 Tests
Bundesministerium Soziales, Gesundheit, Pflege, Konsumentenschutz
Symbolbild (Bildquelle: TickerMedia)
In Österreich wurden bisher 24 bestätigte Erkrankungsfälle gemeldet: vierzehn davon in Wien, zwei in Tirol, drei in Niederösterreich, zwei Fälle in Salzburg und drei in der Steiermark. Der Stand ist vom 3.3.2020 um 16 Uhr.
Bisher durchgeführte Testungen in Österreich (tägliche Aktualisierung des Ist-Standes um 10:00 Uhr am 3.3.2020): 2683
Am 25.2.2020 wurden zum ersten Mal in Österreich (Tirol, Innsbruck) zwei Personen positiv auf COVID- 19 getestet. Es handelt sich um zwei junge Erwachsene, die vor wenigen Tagen aus Norditalien zurückgekehrt sind. Die beiden Patienten werden nun in der Innsbrucker Klinik isoliert. Weitere Maßnahmen, wie etwa die Kontaktpersonennachverfolgung, werden derzeit durch die zuständige Gesundheitsbehörde umgesetzt.
Das Gesundheitsministerium beobachtet die aktuellen Entwicklungen sehr genau und ist mit den zuständigen nationalen und internationalen Behörden im stetigen Austausch.
Am Flughafen Wien Schwechat gilt eine erhöhte Aufmerksamkeit. Passagiere, die derzeit direkt aus Peking in Wien landen, werden vor ihrem Abflug in China bereits untersucht und die Behörden kontrollieren auch, ob sie in der jüngsten Vergangenheit in der Krisenregion rund um Wuhan waren.
Zudem werden Reisende, die direkt aus China nach Österreich mit dem Flugzeug einreisen, mit einem Temperaturscanner kontrolliert, um eine etwaige Erkrankung, die während des Flugs von Peking nach Wien aufgetreten sein könnte, zu erkennen. Das ist eine weitere Sicherheitsmaßnahme, um ein mögliches Auftreten von SARS-CoV-2 in Österreich zu verhindern.
Darüber hinaus gibt es für Reisende zusätzliches mehrsprachiges Informationsmaterial (Plakate, Flyer), das über SARS-CoV-2 und entsprechende Verhaltensregeln informiert.
Aktuelle Situation International 03.03.2020
Weltweit wurden bisher insgesamt 90.633 bestätigte Fälle bekannt gegeben, 80.261 davon meldete China. Die Anzahl der Todesfälle beträgt derzeit 3.124. Diese traten fast alle in China auf. Todesfälle wurden auch im Iran (66), Italien (52), Südkorea (34), im Zuge eines Aufenthalts auf einem Kreuzfahrtschiff in Japan (6), in Japan (6), den USA (6), Frankreich (3), Australien (1), Taiwan (1), Thailand (1), San Marino (1) und auf den Philippinen (1) gemeldet.
Derzeit betroffene Länder und Territorien sind China, Südkorea, Iran, Japan, Singapur, Bahrain, Kuwait, Thailand, Taiwan, Malaysia, Vereinigte Arabische Emirate, Irak, Vietnam, Israel, Libanon, Oman, Pakistan, Indien, Philippinen, Katar, Indonesien, Afghanistan, Kambodscha, Jordanien, Nepal, Saudi Arabien, Sri Lanka, USA, Kanada, Ecuador, Mexiko, Brasilien, Dominikanische Republik, Algerien, Ägypten, Morokko, Nigeria, Senegal, Tunesien, Australien, Neuseeland, Italien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Vereinigtes Königreich, Schweiz, Norwegen, Österreich, Schweden, die Niederlande, San Marino, Kroatien, Griechenland, Finnland, Dänemark, Aserbaidschan, Tschechische Republik, Georgien, Island, Rumänien, Belgien, Russland, Portugal, Andorra, Armenien, Weißrussland, Estland, Irland, Litauen, Luxemburg, Monaco und Nordmazedonien.
In der EU, dem EWR, dem Vereinigten Königreich, Monaco, San Marino und der Schweiz wurden bisher 2.495 bestätigte Fälle gemeldet.
Aktuelle Situation in Italien 03.03.2020
Seit 22.2.2020 kommt es zu einem rapiden Anstieg an COVID-19-Fällen in Italien. Bis dato wurden aus Italien 1.835 bestätigte Fälle und 52 Todesfälle gemeldet. Betroffene Regionen sind die Lombardei, Emilia-Romagna, Venetien, Piemont, Marken, Ligurien, Kampanien, Toskana, Sizilien, Latium, Friaul-Julisch-Venetien, Abruzzen, Apulien, Umbrien und Kalabrien. Zurzeit werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, unter anderem Verbote verhängt, betroffene Gemeinden/Regionen zu betreten oder diese zu verlassen. Demonstrationen und Veranstaltungen wurden abgesagt, Museen geschlossen und Quarantäne und aktive Überwachung jener betrieben, die engen Kontakt zu Menschen hatten, die vom Virus betroffen sind.
Partielle Reisewarnung: Für die gesamte Lombardei sowie die Gemeinde Vò Euganeo in Venetien gilt die Sicherheitsstufe 5. In den Gemeinden Codogno, Castiglione d’Adda, Casalpusterlengo, Fombio, Maleo, Somaglia, Bertonico, Terranova dei Passerini, Castelgerundo und San Fiorano in der Lombardei sowie Vò Euganeo in Venetien wurden von den italienischen Behörden Ein- bzw. Ausreisesperren verhängt. Vor Reisen wird gewarnt.
Reiseinformationen für Italien mit entsprechenden aktuellen Hinweisen finden Sie auf der Seite des Außenministeriums unter https://www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/reiseinformation/land/italien/