(Bildquelle: bmi.gv.at)
Innenminister Karl Nehammer und Gesundheitsminister Rudolf Anschober präsentierten am 28. Februar 2020 im Innenministerium die neue Informationskampagne zum Corona-Virus und den neuen Fachbeirat im Gesundheitsministerium. Derzeit gibt es in Österreich fünf positive Fälle.
Bei der im Rahmen der Koordination des Staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagements im Einsatz- und Koordinationscenter (EKC) des Bundesministeriums für Inneres am 28. Februar 2020 um 7:30 Uhr abgehaltenen Lagebesprechung wurde die Situation zum Corona-Virus in Österreich ressortübergreifend analysiert. Bisher gab es 762 Testungen in Österreich, von denen zwei in Tirol und drei in Wien positiv waren (Stand: 9:30 Uhr).
"Die Lage ist sehr dynamisch, deshalb ist es wichtig, dass die Bevölkerung rasch und transparent informiert wird", sagte Innenminister Karl Nehammer bei der Präsentation der Informationskampagne zum Corona-Virus und des medizinischen Beirats im Gesundheitsministerium am 28. Februar 2020 im Innenministerium. "Der BMI-Einsatzstab hat gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium eine Informationskampagne entwickelt, in der einerseits dargestellt wird, wie man sich eigenverantwortlich schützen kann und wohin man sich wenden kann." So gebe es für medizinische Fragen und Symptome die Gesundheitsnummer 1450 und für Fragen allgemeiner Natur die Telefonnummer 0800 555 621. "Zudem gehen wir in enge Abstimmung mit den Print-, Online- und elektronischen Medien, die die Informationen breit gefächert zu den Menschen bringen werden", sagte der Innenminister.
Insgesamt gebe es weltweit 2.858 Todesfälle, der Trend in Italien halte an und besorgniserregend sei die Entwicklung in Deutschland mit 48 Erkrankungen mit einem starken Trend nach oben, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Es sei zu erwarten, dass die Zahlen in Österreich weiter steigen würden, wichtig sei, die Ausbreitung zu minimieren und Zeit zu gewinnen, sagte Anschober. Europa sei sehr gefordert und Österreich sei in enger Abstimmung mit den Nachbarstaaten.
Deshalb habe man auch im Gesundheitsministerium eine Task Force "Corona" eingerichtet, mit zwei externen Sonderberatern. Einerseits, mit dem Bundesrettungskommandanten des Roten Kreuzes, Gerry Foitik, andererseits mit dem Rektor der MedUni Wien, Dr. Markus Müller, sowie weiteren acht Expertinnen und Experten.
Informations-Hotline 0800 555 621
Die Informations-Hotline 0800 555 621 wurde verstärkt. Dazu wurde das Call Center im Innenministerium hochgefahren, um die AGES zu unterstützen. Wenn Sie Symptome aufweisen oder befürchten, erkrankt zu sein, bleiben Sie zu Hause und wählen Sie 1450.
Einsatz- und Koordinationscenter im BMI
Das Bundesministerium für Inneres ist für die Koordination des Staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagements verantwortlich; das Einsatz- und Koordinationscenter (EKC) ist dabei die zentrale 24/7-Informations-, Kommunikations- und Koordinationsplattform. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sammeln seit Dezember 2019 rund um die Uhr alle wesentlichen Informationen zum Corona-Virus, um die notwendigen Maßnahmen koordinieren zu können. Seit Jänner 2020 werden auch fortlaufend ressortübergreifend Lagebilder erstellt.
Tägliche Informationen zur aktuellen Lage zum Corona-Virus an die Öffentlichkeit erfolgen aus dem Medienzentrum im BMI und per Presseaussendung. In Anlassfällen wird separat informiert.
Internationale Lage
Auch zu den Behörden der umliegenden Länder besteht engmaschiger Kontakt und regelmäßiger Austausch der aktuellen Lage. Immer mehr Länder sind vom Corona-Virus betroffen. Erste Fälle werden gemeldet aus San Marino, den Niederlanden, Litauen, der Schweiz, Kroatien und Griechenland, Estland, Nord Mazedonien, Dänemark, Rumänien, Norwegen und Brasilien.
Informationen zur internationalen Lage sind unter https://www.ecdc.europa.eu/en/news-events abrufbar.
Das Bundesministerium für Europäische und internationale Angelegenheiten informiert unter https://www.bmeia.gv.at/ zu aktuellen Vorsichtsmaßnahmen bei Auslandsreisen.